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Abschluß und erstes
Resümmee
zum TraveArt Sommer-Atelier 2008
Barnitz. Nach erneut zwei zauberhaften, kreativen TraveArt Sommer-Atelier
Wochen und einem temperamentvollen russischen Live-Abschlußkonzert
in Barnitz nahmen am Dienstag die TraveArtisten sowie die beiden
diesjährigen Praktikanten schweren Herzens Abschied voneinander.
Noch ein letztes Mal
trafen sich am Sonntag die Organisatoren, Künstler und Helfer
zum gemeinsamen Abbauen der Zelte und Bänke, zum Aufräumen der
Küche und Abhängen der Ausstellung und für ein erstes Resümee
im Haus der Künstlerin und TraveArt Initiatorin Ute Elisabeth
Herwig in Lokfeld36. "10 Monate bereiteten wir das Sommer-Atelier
2008 vor, dann ging es endlich los und es war, als ob die Zeit
sich beschleunigte, die Farben und Klänge an Intensität gewännen
– wie gern hielte ich einfach die Zeit für ein paar Tage an!“
fasste Cornelia von der Heydt, Programmleiterin Kunstkurse,
die Zeit in Barnitz zusammen.
Nach drei Tagen hatten
die Organisatoren gemeinsam mit den Kulturmanagement-Praktikantinnen
Kristin Ameis und Katharina Dittschar aus Kiel diesmal schon
alle Rechnungen sortiert, einen Pressespiegel zusammengestellt
und die 12 Gigabyte unzähliger Photos und Filme zusammenkopiert.
"Und jetzt brauche ich erst einmal ein wenig Abstand, all die
vielen Eindrücke, Begegnungen und Anregungen zu verarbeiten
- und vor allem, um einmal wieder richtig auszuschlafen", stellt
Sabine Pump, Programmleiterin der Abendveranstaltungen, fest.
Dem stimmen die Organisatoren
der anderen Programmbereiche - Verpflegung, Logistik, Ausstellung
und Künstlerprojekte - sofort zu. Nach unter anderem 485 gekochten
Essen, 45 gefällten und verbauten Baumstämmen für das Narrenschiff
und rund 800 zu begrüßenden Besuchern in allen beteiligten Häusern
können die TraveArtisten jetzt abendfüllend aufregende Geschichten
erzählen. „Besonders überrascht haben mich die fünf Radfahrer,
die auf ihrem Weg von Magdeburg an die Westküste in der TraveArt
Ausstellung in Barnitz gleich am ersten Tag auf einen Kaffee
einkehrten und ganz erstaunt über das bunte Treiben in Barnitz
waren,“ erinnert sich Melanie Otto, Besitzerin des Hauses Lokfelder
Brücke.
Für Ella Klenner hat
sich die intensive Erfindung von Kinder-Mitmach-Projekten zum
Wind-Thema des diesjährigen Sommer-Ateliers ausgezahlt: „Die
Kinder haben täglich so phantasievolle Windgeister, Windspiele
und Windgeschichten erfunden und waren mit so viel Feuereifer
dabei: phantastisch!“, schwärmt die Oldesloer Malerin. „Ach,
die Kleinen fehlen mir schon jetzt“ fügt Gabi Stellmach, Programmleiterin
Kinder-Mitmachprogramm, leise an.
U. E. Herwig, die
die Gesamtprojektleitung verantwortete, wagt einen ersten vorsichtigen
Überblick über das Zahlenwerk: Das Sommer-Atelier hatte in allen
vergleichbaren Programmbereichen – Kurse, Kinderprogramm, Abendveranstaltungen
– insgesamt dieselbe Anzahl an Teilnehmern und Besuchern wie
2007. Besonders erfreulich war, dass noch mehr Jugendliche die
verschiedenen Angebote nutzten und dass rund ein Drittel der
Teilnehmer auch im letzten Jahr schon dabei war und jetzt wieder
kam.
Zusätzlich zu den
gespendeten Naturalien waren insgesamt externe Rechnungen von
18.600,- Euro für Honorare, Dienstleistungen und Materialien
zu bezahlen. Dagegen stehen Einnahmen aus den 14 Kunstkursen,
14 Kinder-Mitmachtagen und 9 Abendveranstaltungen von insgesamt
15.200,- Euro. Das absehbare Defizit von 3.400,- Euro konnte
der TraveArt Verein Dank der großzügigen Unterstützung, wie
zum Beispiel die Förderung der Stiftung der Sparkasse Holstein,
die des Landeskulturverbandes oder des Rotary-Förderpreises
für vorbildliche Bildungsprojekte ausgleichen, so dass 4.800,-
Euro für zumindest symbolische Aufwandsentschädigungen oder
Fahrtkostenerstattungen in der Kasse verbleiben.
„Vielleicht erscheint
dies dem einen oder anderen viel“, überlegt die Künstlerin laut,
„würde man aber diesen Betrag durch die Anzahl von 3.972 von
den 20 Traveartisten für die Vorbereitung seit Oktober 2007
geleisteten Arbeitsstunden teilen, so ergäbe sich ein Brutto-Stundenlohn
von 1,21 Euro pro Stunde!“ Rein interessehalber haben die Vereinsmitglieder
deshalb einmal ausgerechnet, was ihre ehrenamtliche Arbeit bei
dem viel diskutierten Mindeststundenlohn von 7,50 Euro kosten
würde: 29.790,- Euro!
Eines ist daher klar:
Ohne sehr viel Idealismus und persönliches Engagement aller
konnte auch dieses TraveArt Sommer-Atelier in Stormarn nicht
entstehen und die Künstler freuen sich entsprechend auch sehr
über den Zuspruch und die vielen positiven Rückmeldungen auf
ihre Arbeit.
Eigentlich spricht
deshalb alles für eine Wiederholung, ein neues Sommer-Atelier
2009 in Barnitz: Sowohl die Kursteilnehmer als auch die Kinder
wollen unbedingt nächstes Mal wiederkommen. Auch die Künstler
von nah und fern haben längst schon neue Kursideen entwickelt
und die Musiker des Abendprogrammes ihr erneutes Kommen zugesagt.
"Aber wie es genau weitergeht, darüber werden wir uns gemeinsam
im September in größerer Runde beraten!" formulieren die jetzt
nur glücklich-erschöpften TraveArtisten und schmunzeln in die
Runde.
Wer sich über die
nächsten Pläne und Projekte des TraveArt e.V. in Barnitz informieren
möchte, findet die jeweils aktuellsten Neuigkeiten auf der Webseite
des Vereins unter www.traveart.net.
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KONTAKT
TraveArt e.V. Lokfeld36 I 23858
Barnitz (HH-HL) I Germany
Fon +49 (0) 4533 610 19 27 I Fax +49 (0) 4533 20 68 75
eMail info@traveart.net I http://www.traveart.net
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